Wie wird der Hund transportiert?

Hallo liebe Hundehalter,

habt ihr euch mal überlegt, wie euer Hund beim Dogwalker während dem Transport untergebracht ist?

Nein? Hier mal eine kleiner Einblick in die Realität ….

Der Dogwalker holt den Hund ab, führt ihn aus, bringt ihn nach Hause – keine Tagesbetreuung(!) – unterliegt somit nicht der Pflicht den Sachkundenachweis zu erbringen. Er unterliegt aber dennoch der Aufsicht des Veterinäramts und muss die Vorschriften der Transportsicherheit einhalten.
Die meisten Dogwalker arbeiten infolge dessen mit Transportboxen. Viele kennen diese Kennels bestimmt auch vom eigenen Fahrzeug oder von Zuhause als Rückzugsmöglichkeit. Ordentliche Dogwalker achten darauf, dass sich der Hund in der Box bewegen kann. …. Jetzt fehlt mir die Idee, wie ich eine Brücke schlage …. Okay. Direkt formuliert:
Euer Dogwalker postet bestimmt Bilder von den Hunden beim Spaziergang … wer nicht *haha* Aber auch wie sie im Auto, in den Boxen sitzen? Wenn ich mir manche Bilder von Dogwalkern ansehe, die Anzahl der Hunde und vor allem wie viele große Hunde dabei sein und in meinem Hinterkopf bäumt sich die Frage auf „wie sind die untergebracht?“ Für kurze Strecken kann man sich darüber streiten. Aber realistisch – und aus eigener beruflicher Erfahrung – fährt man schon mal 1 bis 2 Stunden bis alle Hunde wieder Zuhause sind. Ist das gerecht, wenn sich 2 große Hunde 1 Box teilen müssen? Ich finde es Tierschutz relevant und ich weiß auch, dass manche Dogwalker ihre Dienstleistung nicht sehr transparent halten.
Liebe Hundehalter, es sind Eure Hunde und ihr zahlt für diese Dienstleistung. Dann achtet auch auf solche Dinge und hinterfragt unter Umständen, durchlöchert den Dogwalker …. es geht um das Wohlergehen von Eurem Hund!
Mein Kleinster fährt auch in einer Box mit – sonst hätten die anderen keine Ruhe :p Wie ihr auf dem Beitragsbild seht, hat er entsprechend Platz und Bewegungsfreiheit – auch dann, wenn er mal ausgewachsen ist 🙂 .

Wie oben bereits erwähnt, unterliegt der Dogwalker nicht der Pflicht des Sachkundenachweises – obwohl er dennoch den Hund über mehrere Stunden bei sich hat. Genutzte Rechtslücke seitens des Dogwalkers. Viele bieten auch Tagesbetreuung und sogar Urlaubsbetreuung an – obwohl sie es rechtlich nicht dürfen und rechnen es entweder schwarz oder als Gassi Runde ab. Das ist eine miese Tour.

Der Alltag mit Welpen

Es sind nun unglaubliche 14 Tage mit Titus. Wow! 😀

Was ist in dieser Zeit passiert?
In den ersten Tagen nichts, denn er sollte erstmal ankommen. Als das am ~2/ 3 Tag seinem Verhalten nach zu urteilen geschehen ist, fing ich damit an allmählich eine Reihenfolge und Richtlinien einzufügen. Denn Titus sollte für Fips eine Bereicherung sein und ich will Fips nicht das Gefühl geben, er sei nun auf dem Abstellgleis gelandet. Wir haben unserem Ersthund so viel zu verdanken – ich zumindest so einiges – und das sollte ich ihm jetzt im Alter mehr denn je danken! <3

Uns stand noch eine Woche Urlaub bevor, so dass Titus auch die Chance hatte die künftige Hundegruppe in kleinen Teilen kennenzulernen. Hierfür bin ich meinen Kunden sehr dankbar <3 . In dieser Urlaubswoche ging es trainingstechnisch um
–  Aufmerksamkeit belohnen und verstärken – was Titus von sich aus super angeboten hatte und ich brauchte das auch nicht erst einfangen oder intensiv belohnen
– Warten können (da brauchen wir etwas länger :p )
– Sitz

Ich war sonntags abends – vor dem 1. Arbeitstag – ziemlich aufgeregt. Montags morgens war mir sogar leicht übel 😉 . Natürlich gab es die eine oder andere Situation, in der Titus mich aufforderte spontan umzudisponieren. Da kam mir die jahrelange Erfahrung auch sehr zu Gute und es war alles machbar. Für den kleinen Stinker verlief die erste Arbeitswoche einfach traumhaft! Es waren viele Eindrücke zu verarbeiten, er ist körpersprachlich top – agiert und reagiert entsprechend und angemessen. In der Hundegruppe fand er Einstein, mit dem er abenteuerlustig durch die Gegend streift – was dazu führte, dass wir schleunigst einen gut sitzenden Rückruf brauchten 😀 . Er fand in Milow einen „Zieh-Papa“, der ihm spielerisch alles beibringt.

Im Training konnten wir nun unter der Woche nur das festigen, was wir angefangen hatten. Beim stubenrein werden hatten wir kleine Rückschritte – war wohl auch zum Teil mein Fehler. Zum einen möchte Titus abends partout nicht mehr Gassi gehen – ausser kurz Pipi machen. Damit Fips da nicht zu kurz kommt, musste ich eine Lösung finden. Die Lösung sieht nun wie folgt aus: wir bauten über die Abende ein Entspannungssignal auf mit Box-Training und dem Hören von Hörspiel. Nun kann ich mit Fips abends eine kurze Runde laufen und Titus schläft in der Box während Hörspiel läuft. Klappt bisher super! Hab das natürlich erst mal getestet und bin in ein anderes Zimmer, Titus war in der Box und Hörspiel lief. Als ich nach ein paar Minuten zurück kam, saß er in der Box und hatte permanent die Tür im Blick. Dann fiel mir ein, dass er sich immer Wäsche zusammenkratzt und sich drauf legte, wenn ich nicht „greifbar“ war – z.B. wenn ich baden war. Beim nächsten Versuch legte ich einen Pulli mit in die Box und Titus nahm diesen direkt in Beschlag und schlief ein. Hunde zeigen uns doch immer wieder vielerlei Ansatzpunkte …. ich bin so begeistert. Und seit 3 Tagen hatten wir auch kein Malör mehr in der Wohnung.

Zum Malheur und der Stubenreinheit muss ich noch was erwähnen *räusper* in der Form habe ich das auch noch nie erlebt. Titus bekam irgendwann ein Ohr mit Fell zum Knabbern. Das schmeckte anscheinend so gut, dass er am nächsten Tag anfing seinen eigenen Kot zu fressen. Nicht nur das: er war so angetan davon, dass er regelrecht wie im Wahn da durch raste – somit auch Kot an den Pfoten hatte und die Spuren in der Wohnung verteilte. Ich habe noch nie so oft meine Wohnung geputzt oder hatte einen derartigen Wäscheberg wie derzeit. Aber der Brüller kommt noch. Freitags Abends war ich im Theater und eine Freundin passte auf Fips und Titus auf. Zum Kennenlernen war sie in der Woche zweimal da. Beim zweiten Treffen lief ich am Körbchen vorbei, welches Titus schon längst für seins empfindet, schaue während dem vorbei laufen rein und denke „Hää, was´n das?“ Lauf zurück, hebe ein Kissen hoch … er hatte sich Kot – mit dem Fell darin – aufgehoben. Nun passe ich auf, was er an Knabbereien bekommt :p und schaue noch mehr auf seine Warnzeichen fürs raus müssen und seit 3 Tagen *tschaka* ging nichts mehr in die Wohnung.

Was gibt es noch zu erwähnen?
Er wächst prächtig :p hat in den 14 Tagen richtige Muskeln aufgebaut – wie es sich für einen Staff-Bull auch gehört :p Am Liebsten schläft er an meinem Kopf oder auf meinem Bauch 😉 Wenn ich so wie jetzt auf der Couch sitze, den Laptop auf dem Schoß habe und beide Hände benötige …. uuuhhh …. das findet er so doof 😀 Aber dies gehört auch zu den Dingen, die er lernen muss. Er ist zum Glück kein Quälgeist, der immer und immer wieder nervt. Er legt sich dann hin und schläft.

Wie sieht es bei Euch mit dem Erwachsen werden des Welpen aus? Wisst ihr noch, wann der Welpe was gemacht hat? Oder wann konnte er das eine oder das andere?

Hinterlasst mir Eure Erfahrungen in der Kommentarleiste.

Resümee Zweithund

Lange Zeit – ehrlich gesagt seit Skully – kam immer wieder der Gedanke „Zweithund“ auf. Ich zweifelte, ob ich es stemmen kann, ob es geschäftlich integrierbar ist, ob …, ob…., ob…. . Und letztlich war der hauptausschlaggebende Grund gegen einen Zweithund die damalige Wohnsituation.

Was sprach für einen Zweithund? Vieles! ? Nein, Scherz beiseite. Fips wurde letzten Dezember 9 Jahre alt und ich kann mit ruhigem Gewissen behaupten, meinen Hund zu kennen – auch sachlich betrachtet die Veränderung, welche über die Jahre eintrat ?.

Fips war verrückt nach anderen Hunden. War kaum zu bremsen wenn es einen Artgenossen zum Spielen gab. Das beruhigte sich zu dem Zeitpunkt, als die Hundebetreuung anfing. Da kamen wir dann in ruhigere Gewässer ? Leider wurde er aber auch Opfer meiner damals noch nicht ausreichenden Kenntnis ?. Fips trägt heute viele Narben – manche wären vermeidbar gewesen, den Schuh muss ich mir anziehen. Dennoch ist er immer noch ein sozialverträglicher Hund – so selbstverständlich ist das gar nicht bei den vielen Attacken. Er ist unsicherer und privat meidet er inzwischen mehr den Kontakt zu fremden Hunden, die ihm „merkwürdig“ erscheinen / körpersprachlich zu wenig Signale senden. Das ist für mich völlig in Ordnung und verhalte mich entsprechend. Nach den 2 Attacken vom Malamute, trainierten wir Hundebegegnungen und sind nun auf einem Stand, mit dem wir zurecht kommen und meiden auch Situationen, die zu viel Stress bedeuten. Fips hat sich immer wieder gefangen, auch nach den – wie man sie wohl neuerdings nennt – „Zurechtweisungen“ anderer Hunde, die völlig grundlos waren . Er hat sich binnen paar Wochen wieder gefangen. Nach der Malamute Attacke (beinahe Ober- und Unterkiefer durchgebissen) brauchte er Monate. Vor ein paar Jahren hatte ich einen Hund zur Urlaubsbetreuung, die Fips eine richtige Fleischwunde verpasste. Zunähen ging nicht – Hautfetzen fehlte komplett und die Wunde war zu groß, somit wäre eine zu große Spannung gewesen. Bilder lasse ich mal weg. Fips versteckte sich über Tage vor diesem Hund. Das war der einzige Fall in all den Jahren, in dem ich den Notfallkontakt nutzte und die Urlaubsbetreuung abbrach.

Das waren die körperlichen Schäden. Das bekamen wir alles soweit wieder in den Griff.

Mein Betreuungskonzept war schon immer auf Langfristigkeit ausgelegt, so dass die Hunde so wenig Veränderungen wie möglich haben und entsprechend eine Stabilität. Gerade die ersten beiden Hunde, die in meine Betreuung kamen – Erras & Nela –  hatte Fips in sein kleines Schnauzer Herz geschlossen ❣ Die Betreuung dauerte Jahre an und gerade bei Erras war Fips so verschmust und bestand auf kontaktliegen… das war Wahnsinn. Ich kaufte sogar extra ein XXL Körbchen, damit beide rein passten. Erras behob bei Fips Defizite, die er aufgrund frühzeitiger Abgabe seiner Wurfgewschwister hatte – als ich Fips abholte war er 8 Wochen alt, seine Geschwister waren schon alle weg!

Erras & Fips

Als die Betreuung von Erras endete, gab es bei Fips noch keine zeitnahen Anzeichen. Aber mit der Zeit zog er sich zurück. Als dann noch Nela ging, gab es keinen Hund mehr, den er an sich heran ließ. Hunde sind große Empathen, Fips wird wohl auch von mir manches mitbekommen haben. Und über die Jahre zog er sich immer mehr zurück. Skully war die erste, die wieder eine Annäherung schaffte ? und da kam zum ersten Mal der Gedanke über einen Zweithund auf: einen dauerhaften Begleiter an Fips Seite, die/der ihn nicht mehr alleine lässt. Ich hätte Skully behalten sollen… aber die Wohnsituation ?.

Ca 1,5 Jahre später. Nach dem Umzug und Eingewöhnungszeit – der DG Ausbau ist beinahe fertig, war ich auf der Suche nach einem Zweithund. Die drei Wochen Urlaub über den Jahreswechsel waren optimal. Ich wollte eigentlich einen Hund aus dem Tierschutz. War auch bei verschiedenen Vereinen die sich speziell um Listenhunde kümmern … aber das scheiterte leider aufgrund meiner Arbeit. Im Nachhinein kamen auch Kunden auf mich zu und meinten sinngemäß „bin erleichtert, dass es doch kein Hund mit Vorgeschichte wurde, dass Risiko war mir zu hoch“.

… und was wurde es???? ??

Ein Welpe vom Züchter. Titus war eigentlich schon vertraglich vergeben, allerdings trat der Käufer vom Vertrag zurück. Und es war alles irgendwie … Schicksal! Kontakt aufgenommen, kennengelernt, 2 Tage später Kennenlernen zwischen Titus & Fips … war gebongt ?. Nun ist Titus seit 1 Woche bei uns und seit heute ist alle Skepsis bei mir verflogen. Fips braucht Zeit, dass ist klar. Aber Titus hat es in dieser einen Woche sehr weit gebracht – und Fips lässt es auch zu ❤️☯️? Das wird ? und ich freue mich auf die Zeit, in der die beiden ein Kopf & ein Arsch sind ?