Der Alltag mit Welpen

Es sind nun unglaubliche 14 Tage mit Titus. Wow! 😀

Was ist in dieser Zeit passiert?
In den ersten Tagen nichts, denn er sollte erstmal ankommen. Als das am ~2/ 3 Tag seinem Verhalten nach zu urteilen geschehen ist, fing ich damit an allmählich eine Reihenfolge und Richtlinien einzufügen. Denn Titus sollte für Fips eine Bereicherung sein und ich will Fips nicht das Gefühl geben, er sei nun auf dem Abstellgleis gelandet. Wir haben unserem Ersthund so viel zu verdanken – ich zumindest so einiges – und das sollte ich ihm jetzt im Alter mehr denn je danken! <3

Uns stand noch eine Woche Urlaub bevor, so dass Titus auch die Chance hatte die künftige Hundegruppe in kleinen Teilen kennenzulernen. Hierfür bin ich meinen Kunden sehr dankbar <3 . In dieser Urlaubswoche ging es trainingstechnisch um
–  Aufmerksamkeit belohnen und verstärken – was Titus von sich aus super angeboten hatte und ich brauchte das auch nicht erst einfangen oder intensiv belohnen
– Warten können (da brauchen wir etwas länger :p )
– Sitz

Ich war sonntags abends – vor dem 1. Arbeitstag – ziemlich aufgeregt. Montags morgens war mir sogar leicht übel 😉 . Natürlich gab es die eine oder andere Situation, in der Titus mich aufforderte spontan umzudisponieren. Da kam mir die jahrelange Erfahrung auch sehr zu Gute und es war alles machbar. Für den kleinen Stinker verlief die erste Arbeitswoche einfach traumhaft! Es waren viele Eindrücke zu verarbeiten, er ist körpersprachlich top – agiert und reagiert entsprechend und angemessen. In der Hundegruppe fand er Einstein, mit dem er abenteuerlustig durch die Gegend streift – was dazu führte, dass wir schleunigst einen gut sitzenden Rückruf brauchten 😀 . Er fand in Milow einen „Zieh-Papa“, der ihm spielerisch alles beibringt.

Im Training konnten wir nun unter der Woche nur das festigen, was wir angefangen hatten. Beim stubenrein werden hatten wir kleine Rückschritte – war wohl auch zum Teil mein Fehler. Zum einen möchte Titus abends partout nicht mehr Gassi gehen – ausser kurz Pipi machen. Damit Fips da nicht zu kurz kommt, musste ich eine Lösung finden. Die Lösung sieht nun wie folgt aus: wir bauten über die Abende ein Entspannungssignal auf mit Box-Training und dem Hören von Hörspiel. Nun kann ich mit Fips abends eine kurze Runde laufen und Titus schläft in der Box während Hörspiel läuft. Klappt bisher super! Hab das natürlich erst mal getestet und bin in ein anderes Zimmer, Titus war in der Box und Hörspiel lief. Als ich nach ein paar Minuten zurück kam, saß er in der Box und hatte permanent die Tür im Blick. Dann fiel mir ein, dass er sich immer Wäsche zusammenkratzt und sich drauf legte, wenn ich nicht „greifbar“ war – z.B. wenn ich baden war. Beim nächsten Versuch legte ich einen Pulli mit in die Box und Titus nahm diesen direkt in Beschlag und schlief ein. Hunde zeigen uns doch immer wieder vielerlei Ansatzpunkte …. ich bin so begeistert. Und seit 3 Tagen hatten wir auch kein Malör mehr in der Wohnung.

Zum Malheur und der Stubenreinheit muss ich noch was erwähnen *räusper* in der Form habe ich das auch noch nie erlebt. Titus bekam irgendwann ein Ohr mit Fell zum Knabbern. Das schmeckte anscheinend so gut, dass er am nächsten Tag anfing seinen eigenen Kot zu fressen. Nicht nur das: er war so angetan davon, dass er regelrecht wie im Wahn da durch raste – somit auch Kot an den Pfoten hatte und die Spuren in der Wohnung verteilte. Ich habe noch nie so oft meine Wohnung geputzt oder hatte einen derartigen Wäscheberg wie derzeit. Aber der Brüller kommt noch. Freitags Abends war ich im Theater und eine Freundin passte auf Fips und Titus auf. Zum Kennenlernen war sie in der Woche zweimal da. Beim zweiten Treffen lief ich am Körbchen vorbei, welches Titus schon längst für seins empfindet, schaue während dem vorbei laufen rein und denke „Hää, was´n das?“ Lauf zurück, hebe ein Kissen hoch … er hatte sich Kot – mit dem Fell darin – aufgehoben. Nun passe ich auf, was er an Knabbereien bekommt :p und schaue noch mehr auf seine Warnzeichen fürs raus müssen und seit 3 Tagen *tschaka* ging nichts mehr in die Wohnung.

Was gibt es noch zu erwähnen?
Er wächst prächtig :p hat in den 14 Tagen richtige Muskeln aufgebaut – wie es sich für einen Staff-Bull auch gehört :p Am Liebsten schläft er an meinem Kopf oder auf meinem Bauch 😉 Wenn ich so wie jetzt auf der Couch sitze, den Laptop auf dem Schoß habe und beide Hände benötige …. uuuhhh …. das findet er so doof 😀 Aber dies gehört auch zu den Dingen, die er lernen muss. Er ist zum Glück kein Quälgeist, der immer und immer wieder nervt. Er legt sich dann hin und schläft.

Wie sieht es bei Euch mit dem Erwachsen werden des Welpen aus? Wisst ihr noch, wann der Welpe was gemacht hat? Oder wann konnte er das eine oder das andere?

Hinterlasst mir Eure Erfahrungen in der Kommentarleiste.

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